Abrollcontainer mieten: Größen, Kosten und Einsatzbereiche

Abrollcontainer mieten: Größen, Kosten und Einsatzbereiche

Abrollcontainer von 10–40 m³ mieten: Einsatzbereiche, Kosten, Unterschied zum Absetzcontainer und Tipps für die richtige Wahl.

Veröffentlicht am 7.2.2026

Wer bei einem Bauprojekt, einer Dachsanierung oder einem Großabriss viel Material auf einmal entsorgen muss, kommt um einen Abrollcontainer kaum herum. Mit Fassungsvermögen von 10 bis 40 Kubikmetern bieten sie deutlich mehr Volumen als klassische Absetzcontainer — und lassen sich flexibel per Hakenliftsystem aufstellen. Containerhelfer vermittelt Abrollcontainer in ganz Deutschland und berät telefonisch bei der Auswahl der passenden Größe.

Was ist ein Abrollcontainer?

Ein Abrollcontainer (auch Hakencontainer genannt) wird mithilfe eines speziellen Hakenlift-Fahrzeugs auf- und abgeladen. Anders als beim Absetzcontainer, der per Hydraulikarm angehoben wird, rollt der Abrollcontainer über eingebaute Rollen vom Fahrzeug auf den Boden. Das ermöglicht größere Volumina, erfordert jedoch einen festen, ebenen Untergrund und ausreichend Platz für das Abrollmanöver.

Abrollcontainer vs. Absetzcontainer im Vergleich

MerkmalAbsetzcontainerAbrollcontainer
Volumen1–10 m³10–40 m³
AufstellmechanikHydraulikarm (Absetzkipper)Hakenlift (Abrollkipper)
UntergrundAuch weicher Boden möglichFester, ebener Untergrund nötig
ZufahrtKurze RückwärtsbewegungLängere Abrollfläche erforderlich
Typischer EinsatzPrivate Renovierungen, EntrümpelungenGroßbaustellen, Gewerbe, Abbruch

Gängige Größen und ihre Einsatzbereiche

Abrollcontainer gibt es in der Regel in vier Standardgrößen. Die optimale Wahl hängt von der Abfallart und dem Projektumfang ab.

GrößeTypischer EinsatzGeeignet für
10 m³Kleinere Gewerbeprojekte, gemischter BauschuttBüroumbau, Teilabriss
15 m³Dachsanierung, mittlere RenovierungenDachziegel, Holz, Baumischabfall
20 m³Komplettabriss, HausentrümpelungBauschutt, Sperrmüll
30–40 m³Großbaustellen, IndustrieabfälleLeichte Fraktionen (Holz, Verpackungen, Sperrmüll)

Wichtig: Bei schweren Fraktionen wie Beton, Erde oder Ziegel sollte ein kleinerer Abrollcontainer (10–15 m³) gewählt werden. Das zulässige Gesamtgewicht für den Abtransport liegt in der Regel bei 10 bis 12 Tonnen — und mineralischer Bauschutt wiegt erfahrungsgemäß 1,3 bis 1,5 Tonnen pro Kubikmeter. Ein voll beladener 20-m³-Container mit Bauschutt wäre für den Transport schlicht zu schwer.

Kosten: Womit Sie rechnen sollten

Die Mietkosten für Abrollcontainer setzen sich typischerweise aus drei Komponenten zusammen: Transport (Anlieferung und Abholung), Stellzeit und Entsorgungsgebühren.

KostenfaktorTypische SpanneHinweis
Transport (Hin + Rück)150–350 €Abhängig von Entfernung und Region
Stellzeit (7–14 Tage inkl.)0 € (inklusive)Verlängerung ab 1,50–10 € pro Tag
Entsorgung pro Tonne30–80 €Je nach Abfallart und Reinheit
Gesamtpreis 10 m³ Bauschutt300–700 €Pauschalangebot üblich
Gesamtpreis 20 m³ Baumisch600–1.200 €Mischfraktionen verteuern

Die Containerpreise variieren regional um bis zu 40 Prozent. Süddeutsche Ballungsräume liegen erfahrungsgemäß über dem Bundesdurchschnitt. Wer Abfälle sauber trennt, spart in der Regel deutlich bei den Entsorgungskosten.

Stellplatz und Genehmigungen

Abrollcontainer benötigen mehr Platz als Absetzcontainer. Planen Sie mindestens 15 Meter freie Länge für das Abrollmanöver ein — plus die Stellfläche des Containers selbst (typischerweise 6–7 Meter Länge, 2,5 Meter Breite).

Steht der Container auf privatem Grund (Hofeinfahrt, Grundstück), ist in der Regel keine Genehmigung nötig. Auf öffentlicher Fläche (Straße, Gehweg, Parkplatz) benötigen Sie eine Stellgenehmigung. Die Kosten liegen je nach Kommune zwischen 10 und 50 Euro pro Woche. Ohne Genehmigung drohen Bußgelder zwischen 100 und 500 Euro.

Prüfen Sie vorab auch die Zufahrt: Ein Hakenlifter-Fahrzeug ist in der Regel 8 bis 10 Meter lang und benötigt eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3 Metern. Weitere Details zur Stellplatzprüfung finden Sie in unserem Ratgeber zum Containeraufstellort.

Praktische Checkliste

  • Abfallart und geschätztes Volumen bestimmen
  • Gewicht prüfen: Bei schweren Fraktionen kleineren Container wählen
  • Stellfläche ausmessen (mind. 15 m Länge für Abrollmanöver)
  • Untergrund prüfen: Fest und eben? Keine Kanaldeckel oder Bordsteine im Weg?
  • Öffentliche Fläche? Stellgenehmigung rechtzeitig beantragen
  • Angebote vergleichen und Pauschalpreis vereinbaren
  • Verbotene Materialien aussortieren (Akkus, Lacke, Asbest, Elektronik)
  • Liefertermin mit Projektplanung abstimmen

Erfahrungsgemäß ab etwa 10 Kubikmetern Abfallvolumen. Darunter ist ein Absetzcontainer in der Regel günstiger und einfacher aufzustellen.

Grundsätzlich nicht empfehlenswert. Abrollcontainer benötigen einen festen, tragfähigen Untergrund. Auf weichem Boden kann der Container einsinken und die Abholung wird erschwert.

Typischerweise sind 7 bis 14 Tage im Mietpreis enthalten. Verlängerungen sind möglich und werden tageweise berechnet — je nach Anbieter zwischen 1,50 und 10 Euro pro Tag.

Akkus, Farben, Lacke, Elektronik, Asbest, Gasflaschen, Reifen und Flüssigkeiten sind grundsätzlich verboten. Containerhelfer vermittelt bei Bedarf separate Lösungen über Fachpartner.

Auf privatem Grund in der Regel nicht. Auf öffentlicher Fläche ist eine Stellgenehmigung (Sondernutzungserlaubnis) beim Ordnungsamt erforderlich. Die Kosten liegen je nach Kommune zwischen 10 und 50 Euro pro Woche.

Fazit

Abrollcontainer sind die richtige Wahl, wenn Sie bei Abbruch-, Sanierungs- oder Großprojekten große Abfallmengen effizient entsorgen möchten. Die passende Größe hängt vor allem von der Abfallart und dem Gewicht ab — nicht nur vom Volumen. Containerhelfer vermittelt Abrollcontainer in allen gängigen Größen, berät telefonisch bei der Auswahl und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.

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