Entkernung Kosten: Container für die Innenentkernung

Entkernung Kosten: Container für die Innenentkernung

Was kostet eine Innenentkernung? Typische Kosten pro m², die richtigen Containergrößen und Tipps zur Abfalltrennung beim selektiven Rückbau.

Veröffentlicht am 12.2.2026

Bei einer Innenentkernung werden alle nichttragenden Bauteile aus einem Gebäude entfernt: Bodenbeläge, Zwischenwände, Sanitär- und Elektroinstallationen, Deckenverkleidungen und Einbauten. Die Entkernung Kosten hängen dabei nicht nur von der Fläche und dem Aufwand ab, sondern maßgeblich von der richtigen Containerlogistik und Abfalltrennung. Wir vermitteln Container-Lösungen für die Innenentkernung und beraten telefonisch, welche Containergrößen und Abfallarten für Ihr Projekt passen.

Was kostet eine Innenentkernung pro Quadratmeter?

Die Kosten für eine Innenentkernung liegen in der Regel zwischen 40 und 100 Euro pro Quadratmeter. Diese Spanne ergibt sich aus verschiedenen Faktoren, die sich auf jedes Projekt unterschiedlich auswirken.

KostenfaktorEinfluss auf den PreisTypische Spanne
GebäudealterÄltere Gebäude (vor 1995) erfordern Schadstoffprüfung+15–30 %
AusbaustufeMehrere Schichten (Böden, Verkleidungen, Installationen)+10–25 %
ZugänglichkeitEnge Treppenhäuser, fehlender Aufzug, obere Stockwerke+10–20 %
SchadstoffbelastungAsbest, KMF oder PCB erfordern Spezialbetriebe+30–80 %
AbfalltrennungSaubere Trennung senkt Entsorgungskosten erheblich−20–40 %
ContainerlogistikRichtige Größe und Anzahl vermeiden Leerfahrten−10–15 %

Erfahrungsgemäß ist die Containerentsorgung einer der größten Einzelposten bei der Innenentkernung. Wer hier systematisch vorgeht, kann die Gesamtkosten deutlich senken.

Die richtigen Container für die Innenentkernung

Bei der Innenentkernung fallen verschiedene Abfallarten gleichzeitig an. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Container in der passenden Größe bereitzustellen, ohne die Baustelle zu blockieren oder unnötige Kosten durch Fehlbefüllung zu verursachen.

Welche Abfallarten fallen an?

Eine typische Innenentkernung erzeugt mindestens drei bis vier verschiedene Abfallströme:

  • Bauschutt (mineralisch): Fliesen, Estrich, Putz, Mörtel, Betonreste, Ziegel — gehört in den Bauschutt-Container
  • Baumischabfall: Gemisch aus Holz, Kunststoff, Tapeten, Dämmstoffen und sonstigen Materialien — erfordert einen Baumischabfall-Container
  • Holz (A1–A3): Türen, Zargen, Holzböden, unbehandelte Dachlatten — getrennte Erfassung im Holzcontainer ist deutlich günstiger
  • Metall: Rohrleitungen, Heizkörper, Stahlträger — wird separat gesammelt und bringt in der Regel sogar eine Vergütung

Containergrößen für die Innenentkernung

ProjektumfangEmpfohlene GrößeTypischer Einsatz
Einzelnes Zimmer (15–25 m²)3 m³ AbsetzcontainerBadsanierung, Küchenrückbau
Wohnung (60–100 m²)5–7 m³ AbsetzcontainerKomplettentkernung einer Etage
Einfamilienhaus7–10 m³ oder mehrere ContainerKernsanierung, Komplettrückbau
Gewerbefläche (ab 200 m²)10–20 m³ AbrollcontainerBüroentkernung, Ladenumbau

Bei größeren Projekten ist es wirtschaftlicher, zwei kleinere Container für getrennte Abfallarten aufzustellen als einen großen Baumischabfall-Container zu befüllen. Der Preisunterschied zwischen reinem Bauschutt und Baumischabfall kann bis zu 500 % betragen — saubere Trennung zahlt sich also direkt aus.

Welche Containergröße für Ihr Projekt die richtige ist, klären wir gerne in einem telefonischen Beratungsgespräch. Wir vermitteln Container-Lösungen und erstellen ein individuelles Angebot.

Ablauf und Reihenfolge bei der Innenentkernung

Der Ablauf einer Innenentkernung folgt einer festen Reihenfolge, die sowohl die Sicherheit als auch die effiziente Entsorgung sicherstellt:

  1. Schadstoffprüfung: Vor Beginn der Arbeiten sollte ein Gutachter prüfen, ob im Gebäude Schadstoffe wie Asbest, Mineralwolle oder PCB vorhanden sind. Besonders in Gebäuden vor 1995 ist dieser Schritt unverzichtbar.

  2. Entrümpelung: Zuerst werden Möbel, Einrichtungsgegenstände und lose Gegenstände entfernt. Brauchbares kann gespendet oder über eine Wertanrechnung die Kosten senken.

  3. Demontage der Gebäudetechnik: Sanitärinstallationen, Heizkörper, Elektroleitungen und Rohre werden fachgerecht ausgebaut. Metallteile werden separat gesammelt.

  4. Rückbau nichttragender Bauteile: Zwischenwände, Deckenverkleidungen, abgehängte Decken und Einbauten werden Raum für Raum entfernt — typischerweise von oben nach unten.

  5. Bodenbeläge und Estrich: Parkett, Laminat, Fliesen und gegebenenfalls der Estrich werden entfernt. Bei schadstoffbelasteten Klebern ist besondere Vorsicht geboten.

  6. Endreinigung: Die Räume werden besenrein hinterlassen, damit Folgegewerke auf sauberem Rohbau arbeiten können.

In jedem Schritt fallen unterschiedliche Abfallarten an. Die Container sollten so aufgestellt werden, dass kurze Wege zwischen Rückbaustelle und Containerstandort möglich sind. Details zur Aufstellung finden Sie in unserem Ratgeber zum Containeraufstellort.

Entkernung Kosten senken: Fünf bewährte Spartipps

Die Entsorgungskosten machen erfahrungsgemäß 30 bis 50 Prozent der gesamten Entkernungskosten aus. Mit diesen Maßnahmen lassen sich die Kosten spürbar reduzieren:

  • Konsequent trennen: Reiner Bauschutt kostet pro Tonne deutlich weniger als Baumischabfall. Schon ein einzelner Holzbalken im Bauschuttcontainer macht die gesamte Ladung zum teureren Mischabfall.
  • Metall separat sammeln: Kupferrohre, Heizkörper und Stahlprofile haben einen Materialwert. Ein separater Schrottcontainer rechnet sich ab mittleren Projektgrößen.
  • Containergröße richtig planen: Ein zu kleiner Container erfordert teure Zusatzfahrten. Ein zu großer Container belegt unnötig Stellfläche. Die telefonische Beratung hilft bei der richtigen Einschätzung.
  • Timing optimieren: Container rechtzeitig bestellen und Standzeiten kurz halten. Viele Entsorger berechnen Mietgebühren pro Tag.
  • Gefahrstoffe frühzeitig identifizieren: Eine Schadstoffuntersuchung vor Projektbeginn verhindert teure Überraschungen und Baustopps.

Genehmigungen und Vorschriften

Für eine reine Innenentkernung ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich, solange die tragende Struktur nicht verändert wird. Es gibt jedoch wichtige Ausnahmen:

  • Tragende Bauteile: Sobald tragende Wände oder Deckenelemente verändert werden, ist eine bauaufsichtliche Genehmigung nötig.
  • Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist für jede Entkernung eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde erforderlich.
  • BG BAU-Meldung: Wird das Gebäude zur aktiven Baustelle, muss das Vorhaben innerhalb einer Woche bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft gemeldet werden.
  • Containerstellplatz: Steht der Container auf öffentlichem Grund, ist eine Stellgenehmigung erforderlich.

Über unsere telefonische Beratung unterstützen wir bei der Planung der Containerlogistik und vermitteln erfahrene Partnerbetriebe für die Entkernung.

Praktische Checkliste

  • Schadstoffgutachten beauftragen (bei Gebäuden vor 1995 dringend empfohlen)
  • Abfallarten identifizieren und Containeranzahl planen
  • Containergrößen telefonisch abstimmen und Angebot einholen
  • Stellplatz prüfen: privat oder öffentlich, Zufahrt vorhanden?
  • Stellgenehmigung beantragen, falls Container auf öffentlicher Fläche steht
  • Reihenfolge der Rückbauarbeiten festlegen (von oben nach unten)
  • Metallteile separat sammeln und Entsorgung oder Verkauf organisieren
  • Entsorgungsnachweise für alle Abfallfraktionen sichern

Die Kosten liegen typischerweise zwischen 40 und 100 Euro pro Quadratmeter. Der genaue Preis hängt von der Ausbaustufe, dem Gebäudealter, der Zugänglichkeit und einer möglichen Schadstoffbelastung ab. Die Entsorgungskosten machen dabei 30 bis 50 Prozent der Gesamtkosten aus.

Für eine Wohnung mit 60 bis 100 Quadratmetern empfiehlt sich in der Regel ein 5- bis 7-m³-Container. Bei sauberer Trennung sind oft zwei kleinere Container für Bauschutt und Baumischabfall wirtschaftlicher als ein großer Mischcontainer.

Für den reinen Innenrückbau nichttragender Bauteile ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Sobald tragende Wände verändert werden oder das Gebäude unter Denkmalschutz steht, ist jedoch eine Genehmigung nötig. Für den Container auf öffentlichem Grund brauchen Sie eine Stellgenehmigung.

Reiner Bauschutt kann recycelt werden und kostet deutlich weniger als gemischter Bauabfall. Der Preisunterschied kann bis zu 500 Prozent betragen. Saubere Trennung in Bauschutt, Holz, Metall und Baumischabfall senkt die Entsorgungskosten erheblich.

Wir vermitteln Container-Lösungen und die passende Entsorgungslogistik für Ihre Innenentkernung. Über unsere telefonische Beratung klären wir Containergrößen, Abfallarten und Stellplatzfragen. Wir erstellen Angebote und Rechnungen aus einer Hand.

Fazit

Die Entkernung Kosten lassen sich durch die richtige Containerplanung und konsequente Abfalltrennung erheblich beeinflussen. Wer Bauschutt, Holz und Metall sauber trennt und die passenden Containergrößen wählt, spart erfahrungsgemäß 20 bis 40 Prozent der Entsorgungskosten. Containerhelfer.de vermittelt Container-Lösungen für die Innenentkernung, berät telefonisch zur optimalen Logistik und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.

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